Das Projekt erforscht den aktuellen Wert und Nutzen lokaler Schafwolle direkt nach der Schur (Roh- bzw. Schweißwolle). Die Recherche beinhaltete Interviews und Workshops mit Schäfer:innen, Woll-Enthusiast:innen und anderen Expert:innen in Deutschland. Lokale Rohwolle hat in den letzten Jahrzehnte an Wert verloren. Sie gilt als schmutzig und potenziell kontaminiert. Damit einhergehend, erschweren Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften die Weiterverarbeitung, die notwendige lokale Infrastruktur wurde zurückgebaut.
»Raw Wool« setzt sich als Ziel, diese entdeckten Zusammenhänge zu veranschaulichen, um den allgemeinen Zugang zu dem wertvollen Rohstoff zu erleichtern. Gezeigt werden relevante Themenbereiche: lokale Schafrassen, eine Methode zur Sortierung des Vlieses nach der Schur, mögliche Weiterverarbeitungsschritte.
Referenzmengen an lokaler Wolle sind hinterlegt und können berührt und sensorisch erfahren werden – mit Aussehen, Geruch, Griff. Damit soll der Rohstoff wieder aktiv wahrgenommen und auch für gestalterische Fragen relevant werden.
Koopertationspartner:
- Faserexperimente ; Kathrin Toepffer; faserexperimente.de
- Fullewolle WollmĂĽhle; Dipl.-Ing. Astrid Nolte; www.fullewolle.de
- Fibershed DACH; fibershed-dach.org
- Schäferei Schöne Schafe; schaeferei-schoene-schafe.de
- Stiftung Domäne Dahlem – Landgut und Museum; domaene-dahlem.de
- Schafschererin Stefanie Kauschus























