Wie können wir wieder einen Bezug zu lokaler Wolle als Ressource herstellen?

Das Projekt erforscht den aktuellen Wert und Nutzen lokaler Schaf- wolle direkt nach der Schur, auch als Roh- oder Schweißwolle bekannt. Die Recherche beinhaltete Interviews und Workshops mit Schäferin- nen, aktiven Woll-Enthusiastinnen und anderen Expert*innen in Deutschland. Es stellte sich heraus, dass lokale Rohwolle über die letzen Jahrzehnte an Wert verloren hat. Damit einhergend, erschweren politische Regularien deren Weiterverarbeitung. Zudem wurde die hierfür nötige lokale Infrastruktur zurückgebaut. “Raw Wool” setzt sich als Ziel, diese entdeckten Zusammenhänge zu erklären, um den allgemeinen Zugang zu dem wertvollen Rohstoff zu erleichtern. Im Ergebnis werden drei relevante Themenbereiche gezeigt: lokale Schafrassen, eine Sortiermethode von Rohwolle sowie mögliche Weiterverarbeitungsschritte. Referenzmengen an lokaler Wolle sind hinterlegt und können berührt und sensorisch erfahren werden – mit Aussehen, Geruch und Griff. Damit soll der Rohstoff wieder aktiv wahrgenommen und auch für gestalterische Fragen relevant werden.