In diesem Projekt untersuche ich, wie zehn unbebaute Grundstücke in der Umgebung der weißensee kunsthochschule berlin jenseits eines negativ konnotierten Begriffs wie „Ödland“ neu gedacht werden können. Ich bezeichne diese Orte als urbane Zwischenräume – sie sind nicht leer oder verlassen, sondern Ökosysteme und Rückzugsorte für Pfl anzen und Tiere. Die zehn von mir kartierten Orte sind dabei nur ein kleiner Anteil der großen Menge leerstehender Grundstücke in Berlin. Sie sind Ausdruck meiner subjektiven Herangehensweise an das Projekt – es sind Orte, an denen ich auf meinem täglichen Weg durch die Stadt vorbeikam. Mit einem ganzheitlichen Forschungsansatz versucht das Projekt, die historischen Fragmente und ökologischen Prozesse an diesen Orten darzustellen und ihren Wert neu zu denken. Forschungsergebnis ist das Buch „Living in between“. Es besteht aus zwei Teilen: einer theoretischen und persönlichen Analyse urbaner Zwischenräume und einer taktilen Materialerkundung.

