Wie können lokal verfügbare Lebensmittelabfallströme identifiziert, verarbeitet und zu einem Biokunststoffpolymer formuliert werden?

Plastik ist aus dem Alltag kaum wegzudenken, da es kostengünstig, vielseitig und langlebig ist. Genau dies führt allerdings zu langfristigen Umweltproblemen. Der Großteil des jemals produzierten Plastiks existiert weiterhin und sammelt sich in Deponien oder Ökosystemen an, nur ein kleiner Anteil wird recycelt. Biobasierte Kunststoffe gelten als Alternative, sind jedoch zumeist von industriellen Systemen abhängig und lösen Fragen von Abbaubarkeit und lokaler Werthaftigkeit nur bedingt.

Das Projekt „Maturnum“ untersucht ein als lokal zu denkendes, zirkuläres Potenzial: regionales Weizenprotein-Abfallmaterial wird als Basis für ein stärkehaltiges Material genutzt. Stärke als natürlicher Polymer wird dabei mit Bindemitteln und Weichmachern kombiniert. Durch systematische Tests verschiedener Mischverhältnisse werden geeignete Rezepturen und Anwendungspotenziale untersucht.